mediaForum 2021 – 30. Juni 2021

Lernen 4.0 – Wie die Digitalisierung das Lernen verändert

 

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt derzeit revolutionär. Doch sind nicht nur die Unternehmen bei dem Thema gefordert, vor allem das Bildungssystem ist gefragt, Schüler, Auszubildende und Studenten – und damit künftige Arbeitnehmer – auf diese neue Welt entsprechend vorzubereiten. Der Vorstandsvorsitzende Christian Bernhard hatte verschiedene Bildungsexperten zum mediaForum eingeladen, das am 30.06.2021 mit rund 50 Teilnehmern in virtueller Form stattgefunden hat.



Prof. Heinz Kraus, Vorstand der Stiftung für angewandte Forschung, Innovation und Transfer (fit) der Technischen Hochschule Mittelhessen), über die künftigen Herausforderungen:

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

„Was lassen wir sein? Was wird reduziert? Was wird ersetzt? „Wir können nicht immer oben drauf packen. Doch wo streicht man die Stunden? Machen wir in Zukunft weniger Mathe?“

„Was muss ich wirklich lernen? Was kann die KI besser?“

„Die Bildungssysteme müssen sich in Zukunft selbst neu erfinden!“

 

Florian Müller, Abteilungsleiter der Berufsschule an der Theodor-Heuss-Schule, berichtete über die Chancen des Tableteinsatzes:

„Kollaboratives und dezentrales Lernen wird vereinfacht.“

„Ein Bewusstsein über den kritischen Umgang mit Medien wird vermittelt.“

„Methoden und Medien werden so eingesetzt, dass sie für Schülerinnen und Schüler von Vorteil sind.“

„Bewährtes mit Hilfe der digitalen Medien verbessern.“

„Die Verwaltungsfachangestellten, Banker und Großhändler sind bereits mit iPad-Klassen am Start und die Zwischenprüfungen werden bereits digital geschrieben, der nächste Schritt, den wir gehen wollen, ist die digitale Abschlussprüfung“




Frank Benner, Ausbildungsleiter der Firma B + T Oberflächentechnik, macht deutlich, dass sich die Anforderungen an Ausbildungsbetriebe verändert haben:

„Man sieht, dass die Welt komplexer geworden ist“

„Braucht man in der Berufsschule noch Religion und Sport?“

„Die Anforderungen an die Auszubildenden sind: Digitale Grundkompetenz (nicht Instragram oder Facebook), Risiko- und Sicherheitskompetenz, Teamfähigkeit, Weitblick und Digitale Effizienz“

„Ausbildung muss mit der Zeit gehen, die Voraussetzung für mobiles und teamorientiertes Arbeiten ist hier unabdingbar.“

 

 

Prof. Dr. Katja Specht, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der THM, führt aus:

„Für das, was wir jetzt erreicht haben, hätten wir ohne Corona vier Jahre gebraucht.“

„Andere, auch deutlich größere Universitäten haben einen Foliensatz ins Internet gestellt und anschließend den Klausurtermin bekannt gegeben Die THM dagegen hat auf Onlineveranstaltungen gesetzt und Kontakt mit den Studenten gehalten.

„Im Großen und Ganzen haben wir das gut umgesetzt. Trotzdem ersetzt „Online“ nicht den persönlichen Kontakt“


 

In der anschließenden Diskussionsrunde haben sich alle Beteiligten untereinander austauschen können und waren sich einig, dass man bislang gut in der Digitalisierung vorangekommen sei und diese Beschleunigung mitnehmen müsse.

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